60+ auf Fahrradtour an der Elbe
Edith Kalisch
Das ist ein Wetter!! Kein Wölkchen trübt den Himmel.Gut geplant. Lauenburg an der Elbe ist das Ziel.
Nach und nach trudeln alle ein in der Jugendherberge. Die ganz Sportlichen schon per Rad und die
Bequemeren sind mit dem Auto schon mal vor gefahren.
Kurz erfrischen und dann die Altstadt erkunden. Nein, erst einmal gehen wir Kaffeetrinken. Es gibt ja
auch viel zu erzählen und dann erfolgt der Rundgang. Die alten Häuser lassen uns immer wieder
stehenbleiben und die Verzierungen, Malereien, die Erker und geschnitzten Türfronten bewundern. Nur
Vorsicht: beim Weitergehen das knubbelige Kopfsteinpflaster …. da werden wir morgen mit den
Rädern unsere helle Freude dran haben.
Heute Abend werden wir verwöhnt. Grillen ist angesagt. Nichts müssen wir tun, nur warten, aussuchen,
essen und trinken. Lange bleiben wir draußen, gucken auf die Elbe, die so spiegelglatt ist, als könne sie
kein Wässerchen trüben. (Dabei zeigen die Wasserstandsmesser: sie kann auch anders). Geniessen die
Wärme und errraten (wie in jedem Jahr) Begriffe und dieses Mal haben wir „Frau Lembke“ dabei, die
uns daran erinnert, die Masken aufzusetzen, wenn Prominente entlarvt werden müssen.
Am Samstagmorgen geht es nun richtig los. Mit „alle Mann“. Nun rüttelt uns das Pflaster ein paar
hundert Meter ordentlich durch. Dann überqueren wir auf der Brücke die Elbe und befinden uns in
Niedersachsen. Sieht auch nicht anders aus als drüben. Flaches Bauerland mit Wiesen und Weiden. Zum
Glück mal etwas Schatten, weil ein Wäldchen uns ein wenig Schatten spendet. Kaum zu Glauben: wir
haben Sonne satt; und das in unseren Breiten. Der Reihersee lädt zur Großen Pause ein. Wir sitzen im
Schatten der Bäume und geniessen unseren Lunch. Wer will, kann noch ein Schnäppchen auf dem
großen Flohmarkt nebenan ergattern. Wer will! Dann werden wieder die Räder gesattelt und durch
menschenleere Dörfer (bei der Hitze jagt man ja keinen Hund vor die Tür) und ein paar kleinen
Umwegen erreichen wir wieder unsere Herberge. Die KM Zahl erhöht sich um einiges. Hinterher ist
man dann stolz auf die Leistung.
Nicht erwähnen, weil eigentlich selbstverständlich, die verloren gegangenen Kalorien müssen wieder
rauf. Treffpunkt ist unser Café, und lassen wir uns mit Eis oder so gerne verführen.
Abends geht es in den Hof, wir müssen noch weiterspielen. Die anderen Gäste luschern immer
mal rüber, wenn wir die Hühner gackern und lachen. Wie? Wir sind doch schließlich in einer
JUGEND Herberge.
Sonntag Aufbruch nach Siebeneichen. Wie immer. Daran wollen wir auch festhalten.
Aber heute grillen wir selbst. Na klar, wir können das.
So nach und nach zieht es uns nach Hause. Aufräumen. Abwaschen. Abschied.
Bis nächsten Dienstag.
Ein schönes Wochenende liegt hinter uns.